Warum gibt es die SilverFlame Jagdspitzen nicht mit „Bleeder Blades“?

FAQ

Bleederblades (Zusatzklingen) haben die Aufgabe einen zusätzlichen Schnitt im 90°-Winkel zur Hauptklinge zu erzeugen. Dadurch entsteht im Idealfall (komplette Penetration und kein Klingenbruch vorausgesetzt) eine kreuzförmige Ein- und Austrittswunde, welche die Chancen auf eine stärkere Schweißfährte erhöhen. Letztere ist jedoch in der Tat weitaus mehr von der Trefferlage abhängig als von der Klingenanzahl.
Häufig trifft man auf die Falschannahme, dass durch die größere Gewebezerstörung eine stärkere Blutung erzeugt wirkt und das Wild somit schneller von den Läufen kommt.
Hierbei wird übersehen, dass der zusätzliche Schnitt in demselben kleinen Radiusbereich erfolgt wie der Schnitt der Hauptklinge, so dass innerhalb des Kammerbereichs die Blutung allenfalls minimal beschleunigt wird. In der Tat konnte noch nie ein Zusammenhang zwischen der Fluchtstrecke und der Anzahl der schneidenden Klingen einer Jagdspitze reproduzierbar ermittelt werden. Wohl aber zwischen Fluchtstrecke und Tiefenwirkung.
Mehr Sinn macht es, einen größeren Schnittradius zu erzeugen, was durch die SilverFlame XL Jagdspitzen erreicht wird. Die größere Schnittbreite hat zudem weniger Einbußen bezüglich der Tiefenwirkung zur Folge als eine oder zwei zusätzliche Klingen.