Einseitig angeschliffene Klingen haben die Eigenschaft beim Eindringen eine Drehbewegung des Pfeiles zu erzeugen, welche bei Knochentreffern eine leicht vergrößerte Einschussöffnung hinterlässt und somit dem Pfeilschaft weniger Reibungswiderstand entgegensetzt.Dies hat unter Umständen eine höhere Tiefenwirkung zur Folge als dies an gleicher Stelle mit einer Klinge mit „Double-Bevel“-Schliff erfolgt wäre.
Hierbei gilt es jedoch zu bedenken, dass die zusätzliche Drehbewegung und das „Wegfräsen“ von Knochenmaterial Kraft und Energie kostet, die natürlich der Tiefenwirkung verloren geht. Darüber hinaus weisen einseitig geschliffenen Klingen geometriebedingt nur ein unzureichendes “Cut-on-Contact” auf. Die Spitze ähnelt eher einem Schraubendreher und ein echtes Scharfschleifen ist sehr schwierig.
Wirklich Sinn macht der „Single-Bevel“ deshalb nur bei der Verwendung von relativ dicken Jagdschäften.
Wir empfehlen stets einen Pfeilschaftdurchmesser, der möglichst weit unter dem größten Durchmesser der Jagdspitze (8,5mm bei SilverFlame Jagdspitzen) liegt. Moderne Kohlefaserschäfte, insbesondere die schlanken HIT-Schäfte von Easton und Beman, haben sich hier bestens bewährt.Hierdurch wird der Reibungswiderstand minimiert ohne Energie für die Tiefenwirkung zu verschwenden.
Beim Einsatz von HIT-Schäften empfehlen wir die Verwendung der „Broadhead Adapter Rings“ (Easton B.A.R.s), um den Jagdspitzengehäusen eine möglichst große Stützfläche (Scherstabilität) auf diesen dünnen Schäften zu bieten.
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