Ein Jagdspitze penetriert durch organisches Gewebe durch das Zerschneiden desselben.
Je besser (oder je früher) die Spitze schneidet, desto geringer ist der Eindringwiderstand und somit auch der Verlust an Bewegungsenergie und Moment (richtungsgebundene Kraft).
Gerade sehr starkes Wild verfügt über relativ dicke und sehnige Hautschichten, welche einer nicht sofort schneidenen Klinge einen erheblichen Eindringwiderstand entgegensetzen und das Tiefenwirkungspotential stark herabsetzen können.
Meißelspitzen werden oft mit dem Argument einer höheren Stabilität gegenüber Knochen beworben. Das Stück Wild wird jedoch nicht durch die zerstörten Knochen gestreckt, sondern durch eine entsprechende, schneidende! Tiefenwirkung in stark durchblutenden Organen (Kammerbereich).
Eine adäquat konstruierte „Cut-on-Contact“-Klinge durchdringt Knochen zudem mühelos und mit weniger Verlusten als eine Meißelspitze.
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