Test - SilverFlame Jagdspitzen

Hinweis: 

Nachfolgender Test wurde bereits 2003 mit einer SilverFlame 125gr. der ersten Generation durchgeführt. Mittlerweile wurde die Jagdspitzen weiter optimiert und erreichen sogar noch bessere Ergebnisse bei ALLEN Wildstärken!

Wir kennen alle die diversen Tests, denen Jagdspitzen unterzogen werden und die entsprechenden Veröffentlichungen in einigen Fachmagazinen und auf Websites. Man schießt dort auf Stahlfässer, Blechplatten, Autoreifen, tiefgefrorene Baumstümpfe, Sperrholzplatten, Ziegelsteine etc.
Nun, ich weiß zwar nicht, welches Objekt der jagdlichen Begierde das Ihre ist, jedoch sind meine Broadheads eigentlich nicht für die Jagd nach Autos, Bäumen oder Felsen konstruiert worden.
Oben genannte Tests zeigen allenfalls Tendenzen hinsichtlich der Stabilität einer Jagdspitze, sagen aber gar nichts über ihr Potential bezüglich des eigentlichen Verwendungszweckes aus. Es ist technisch kein Problem, eine Jagdspitze zu konstruieren, die Sie bedenkenlos 1000mal gegen einen Marmorblock schiessen können, allerdings wäre ihre Wundwirkung in echtem tierischen Gewebe höchstwahrscheinlich ziemlich lausig.
Um einen adäquaten Beweis der strukturellen Integrität meiner Jagdspitzen zu erbringen, habe ich das leichteste Modell, die SilverFlame 125grains, einem Penetrationstest in echtem tierischen Gewebe unterzogen.
Das Härteste, was einer Jagdspitze im Hinblick ihres originären Einsatzbereiches widerfahren kann, ist ein Treffer auf das Schulterblatt von extrem starkem Wild.
Zu diesem Zwecke habe ich ein frisches Schulterblatt eines 850kg schweren Schlachtrindes als potentielles Ziel gewählt. Der zweite Test wurde auf das Schulterblatt eines erwachsenen Schweins durchgeführt.
Vor dem Test wurde die Klinge der Jagdspitze noch einmal sorgfältig abgezogen, um deren Schärfe auf das Höchstmaß des technisch Machbaren zu bringen.
Der Schuß erfolgte auf eine Distanz von ca. 4 Metern. Der Pfeil bestand aus einem Aluminium/Carbon-Schaft mit teilweise eingeklebten Vollcarbon-Schaft.
Das Pfeilgewicht betrug 630 grains, die Pfeilgeschwindigkeit wurde mit 261 fps gemessen.

Das Resultat

Beide Schulterblätter durchschlug der Pfeil ohne Schwierigkeiten und ohne Defekte an Schaft oder Broadhead. Die Rundlaufgenauigkeit war nach wie vor perfekt. Die Schärfe der Klinge hatte subjektiv etwas nachgelassen; war aber immernoch ausreichend, um die "Rasierprobe am Unterarm" zu bestehen.
Die 20cm starke Vielschichtscheibe wurde beide Male ebenfalls durchschlagen, wobei beim Schulterblatt vom Rind die Spitze zur Hälfte hinten herausragte, beim Schulterblatt vom Schwein noch ein ganzes Stück mehr.

BHTest1 BHTest6
BHTest2 BHTest7
BHTest3 BHTest8
BHTest5  

 

Zusammenfassend bleibt zu bemerken, dass man sich anhand dieses Nachweises an Penetrationsfreudigkeit bei einem Schuß durch die Rippen im Kammerbereich keine Gedanken machen muß, ob die Spitze die vitale Zone erreicht. Eine entsprechende Menge an Pfeilenergie und -moment natürlich vorausgesetzt.